Austria · Gegr. 2009

Loxone

Die Smart-Home-Plattform aus Österreich — Miniserver Gen 2 mit Tree-Bus und Air-Funk für die schnelle Inbetriebnahme im Wohnbau ohne ETS6.

Loxone (Kollerschlag, Oberösterreich, gegründet 2009) hat ein proprietäres Smart-Building-Ökosystem rund um den Miniserver Gen 2 und den Tree-Bus (RS-485-Derivat, 24V DC, Sterntopologie, 5A pro Kanal, 50m pro Strang) geschaffen. Anders als die dezentrale Peer-to-Peer-Architektur von KNX liegt die gesamte Loxone-Intelligenz im Miniserver — die Programmierung erfolgt über Loxone Config, eine grafische Drag-and-Drop-Umgebung (Windows, kostenlos), die keine formale ETS6-Schulung erfordert. Loxone hält rund 25-30% des Neubau-Wohnautomationsmarkts in Österreich und Deutschland, mit einem starken Installateurnetzwerk und einem deutlichen Zeitvorteil bei der Inbetriebnahme gegenüber KNX (typische 3-Zimmer-Wohnung: Loxone 2-3 Tage vs. KNX 4-6 Tage). PanelCraft plant und baut sowohl Loxone- als auch KNX-Schaltschränke und wählt jeweils die Plattform, die am besten zur Projektspezifikation, zum Installateur-Ökosystem und zu den Kundenanforderungen passt.

Loxone compact smart-home controller with tree extension for panel-based building automation

Rolle in unseren Schaltschränken

So setzen wir Loxone ein

Der Miniserver Gen 2 (ARM Cortex-A8, 512MB RAM, Linux-Betriebssystem) steuert bis zu 50 Tree-Extensions über 2 Tree-Kanäle, dazu 12 digitale Eingänge (24V DC), 12 digitale Ausgänge (Relais und Transistor) und 8 analoge Eingänge (0-10V). Alle Extensions werden über den Tree-Bus angeschlossen: 4-adriges Kabel (24V DC Versorgung + RS-485 Daten auf demselben Kabel, max. 5A pro Kanal). Die Tree Dimmer Extension bietet 4x 0-10V Dimmkanalpaare (insgesamt 8 Stromkreise) für 0-10V-LED-Treiber im KNX-Stil oder DALI-Vorschaltgeräte. Die Tree Relay Extension bietet 12x Relaiskontakte (16A pro Relais, potentialfrei). Air-Funk: 868MHz ISM-Band, 128-Bit-AES-Verschlüsselung, batteriebetriebene Geräte (NFC Code Touch, Smart Socket, Motion Sensor Air) kommunizieren ohne Kabelwege — ideal für Sanierungen und denkmalgeschützte Gebäude. Programmierung in Loxone Config: Bausteine (Timer, Gate, AND, OR, Clock, Staircase, Presence, Weather) werden auf einer virtuellen Oberfläche per Verbindungslinien verknüpft — keine Programmiersprache erforderlich. Der Simulationsmodus erlaubt einen vollständigen Inbetriebnahmetest vor dem Vor-Ort-Termin. Fernzugriff: Loxone Cloud (von Loxone gehostet) oder lokaler Zugriff ohne Cloud.

Hinweise zur KNX-Schaltschrankverdrahtung für Loxone-Projekte: In gemischten KNX+Loxone-Projekten wird die Loxone KNX Extension (Artikel 100362EXT, Kapazität 750 Punkte) über KNX TP an einen bestehenden KNX-Bus angeschlossen — Loxone fungiert als KNX-Master und liest und schreibt Gruppenadressen aus Loxone Config. Schaltschrankverdrahtung: Miniserver Gen 2 + erforderliche Tree-Extensions auf der DIN-Schiene, Tree-Kabel (4-adrig, min. 0,75mm2 für 5A, max. 50m pro Strang vor erforderlicher Extension) sternförmig vom Miniserver verdrahtet. Versorgung: Der Miniserver Gen 2 benötigt eine 24V DC 3A Versorgung (Loxone 24V Netzteil oder Phoenix Contact QUINT). Alle 24V DC vom selben Schaltschrank-Netzteil wie die Tree-Extensions. DIN-Schienen-Platz: Miniserver Gen 2 = 12 DIN-Module (216mm). Für KNX-Projekte: PanelCraft empfiehlt KNX für gewerbliche, markenübergreifende und GLT-angebundene Projekte; Loxone für den Wohnungsneubau, wenn der Kunde grafische App-Steuerung bevorzugt und der Installateur Loxone-zertifiziert ist.

Eingesetzt in diesen Projekttypen

Neubauvilla in Österreich: Miniserver Gen 2 + 6x Tree-Extensions zur Steuerung von Beleuchtung (Tree Dimmer), Jalousien (Tree Relay), Fußbodenheizung (Tree-Extension + Uponor-Stellantriebe) und Zutritt (NFC Code Touch an Tor und Haustür)
Mehrfamilienhaus in Deutschland: Loxone je Wohnung (jede Wohnung mit eigenem Miniserver Gen 2), zentrale Überwachung über Loxone Cloud, Air-Funksensoren für Bewegung und Fenster in sanierten Wohnungen
Boutique-Hotel in UK: Miniserver Gen 2 pro Zimmerblock, Air Motion Sensor in jedem Zimmer für präsenzgesteuerte HLK, NFC Code Touch für schlüssellosen Zimmerzugang, Sonos-Integration über lokales UDP für Musik im Zimmer
Gemischtes KNX/Loxone-Büro: Loxone KNX Extension importiert 200 KNX-Gruppenadressen aus bestehender MDT- und Gira-KNX-Installation — Loxone liefert App-Visualisierung und Logik, während die KNX-Feldgeräte unverändert bleiben
Passivhaus-Sanierung: Loxone Air-Funk (keine neuen Kabelwege), Air Motion Sensoren zur Präsenzerkennung, Tree Relay Extension zur Ansteuerung bestehender Heizkörper-Thermostatantriebe, Fronius-Solarwechselrichter-Integration über Modbus TCP

Loxone-Produkte

Schlüsselkomponenten, die wir verbauen

100362Zentralsteuerung (ARM Cortex-A8, Tree-Bus, KNX-fähig)

Loxone Miniserver Gen 2

Zentrale Automationssteuerung: ARM Cortex-A8, 512MB RAM, Linux-Betriebssystem, CODESYS-freie grafische Programmierung über Loxone Config. 2x Tree-Kanäle (bis zu 50 Extensions gesamt), 12x digitale Eingänge (24V DC), 12x digitale Ausgänge (Relais und Transistor), 8x analoge Eingänge (0-10V), 2x RJ45 Ethernet. DIN-Schienenmontage, 12 DIN-Module (216mm). Versorgung mit 24V DC 3A (Loxone 24V Netzteil oder kompatibel). Die gesamte Automationslogik liegt im Miniserver — keine separate SPS erforderlich. Fernzugriff über Loxone Cloud oder lokales Netzwerk. Monatliches Konfigurations-Backup auf microSD. Unterstützt Tree, Air und KNX (über KNX Extension) in einem einzigen Projekt.

200450Dimmer-Extension (4x 0-10V Ausgangspaare, Tree-Bus)

Tree Dimmer Extension

4x 0-10V Dimmkanalpaare (insgesamt 8 Stromkreise), DIN-Schiene, direkt vom Tree-Bus versorgt (keine separate 24V-Versorgung nötig). Kompatibel mit 0-10V-LED-Treibern im KNX-Stil und DALI-Vorschaltgeräten ohne zusätzliches Gateway. Jedes Kanalpaar: ein 0-10V-Ausgang für den Dimmwert, ein Relaiskontakt zum Ein-/Ausschalten (DALI erfordert separate Vorschaltgerät-Verdrahtung). Programmiert in Loxone Config mit Dimmer-Bausteinen mit Dimmzeit, Szenen und präsenzgekoppelter Steuerung. Bis zu 25 Tree Dimmer Extensions pro Miniserver-Gen-2-Projekt (über 2 Tree-Kanäle). Eingesetzt zur Lichtsteuerung in Wohnräumen, Hotelfluren und gewerblichen Bürozonen.

200463Relais-Extension (12x Relaisausgang, Tree-Bus)

Tree Relay Extension

12x Relaisausgangskontakte, 16A pro Relais, potentialfreie Kontakte, DIN-Schiene, vom Tree-Bus versorgt. Eingesetzt zur Jalousie- und Rollladenmotorsteuerung (Loxone Jalousie-Baustein), für Heizkreis-Stellantriebe (Auf/Zu-Typ, z. B. Honeywell MT4 oder Danfoss TWA), Tor- und Garagentorsteuerung sowie allgemeines Schalten (Pumpen, Lüfter, Signalleuchten). Jedes Relaispaar kann in Loxone Config als Jalousie-Baustein für die Auf-/Ab-Motorsteuerung mit Auto-Stopp konfiguriert werden. Bis zu 25 Tree Relay Extensions pro Miniserver. Für 16A-Lasten (Heizungspumpen, Fan-Coil-Units) empfiehlt Loxone die Verdrahtung über ein externes Schütz, das vom Tree-Relay-Kontakt angesteuert wird.

100436Zutrittssteuergerät (Air-Funk, NFC, PIN, IP55)

NFC Code Touch

Zutrittsgerät für NFC-Karten und PIN-Codes. Air-Funk (868MHz, 128-Bit-AES), Batterielaufzeit ca. 2 Jahre (CR123A). IP55-outdoor-tauglich — geeignet für Außentorpfeiler, Haupteingang und Technikraumzugang. NFC-RFID-Karten werden direkt in Loxone Config programmiert (keine separate Kartenverwaltungssoftware). Unterstützt bis zu 100 NFC-Karten pro Gerät. Akzeptiert zudem 4-8-stellige PIN-Codes (pro Benutzer in Config programmierbar). Loxone Config integriert NFC Code Touch mit Zutrittsprotokoll, zeitgesteuertem Zutritt (z. B. Reinigungskraft Mo-Fr 08:00-12:00) und Aktivierung/Deaktivierung der Alarmanlage. Wandhalterung im Lieferumfang; erhältlich in Weiß und Anthrazit.

100362EXTKNX-TP-Schnittstelle für Miniserver Gen 2 (750 Gruppenadressen)

Loxone KNX Extension

Ergänzt den Miniserver Gen 2 um eine KNX-TP-Verbindung (Twisted Pair) für hybride Loxone+KNX-Installationen. Importiert bis zu 750 KNX-Gruppenadressen aus einer ETS6-Gruppenadressen-Exportdatei (ESF-Format) in Loxone Config — alle importierten Gruppenadressen erscheinen als I/O-Punkte für Loxone-Programmierbausteine. Loxone fungiert als KNX-Master: liest eingehende KNX-Telegramme von KNX-Tastern und Sensoren; schreibt auf KNX-Gruppenadressen zur Ansteuerung von KNX-Aktoren, Dimmodulen und Jalousieaktoren. Eingesetzt, wenn eine bestehende KNX-Installation vorhanden ist, wenn das Projekt Designer-KNX-Hardware (Gira, Basalte, Ekinex Schalter) neben Loxone-Logik vorsieht oder wenn ein Gewerbeprojekt KNX-Feldgeräte mit Loxone-Visualisierung und Energiemanagement erfordert.

Loxone – FAQ

Wie schneidet Loxone im Vergleich zu KNX bei einem Wohnprojekt mit 4 Schlafzimmern ab?

Für ein typisches Haus mit 4 Schlafzimmern (200-300m2) bietet Loxone 15-25% geringere Hardwarekosten und eine deutlich schnellere Inbetriebnahme (2-3 Tage vs. 4-6 Tage beim KNX-Äquivalent). Die grafische Programmierung in Loxone Config ist auch für Elektriker ohne ETS6-Schulung zugänglich — das Installateur-Ökosystem in Österreich, Deutschland und der Schweiz ist groß und das Schulungsprogramm kostenlos. KNX bietet jedoch wichtige Vorteile: Über 450 zertifizierte Hersteller bedeuten echte markenübergreifende Hardwarefreiheit (für Gira-, Basalte- und Ekinex-Schalter gibt es kein Loxone-Pendant), und KNX ist das vorgeschriebene Protokoll für die meisten Gewerbe- und Hotelprojekte, bei denen GLT-Integration (BACnet, OPC UA) gefordert ist. PanelCraft empfiehlt Loxone für den Wohnungsneubau, wenn der Kunde Wert auf Bedienkomfort, eine moderne App-Oberfläche und schnelle Einrichtung legt; KNX für gewerbliche, designerspezifizierte oder markenübergreifende Projekte.

Kann Loxone in einem hybriden Projekt mit KNX-Geräten zusammenarbeiten?

Ja — die Loxone KNX Extension (Artikel 100362EXT) ergänzt den Miniserver Gen 2 um eine KNX-TP-Verbindung. Sie importieren eine ETS6-Gruppenadressen-Exportdatei (ESF-Format) in Loxone Config, wodurch alle KNX-Gruppenadressen als Loxone-I/O-Punkte verfügbar werden. Loxone fungiert dann als KNX-Master — es kann eingehende KNX-Telegramme lesen (von KNX-Tastern, Sensoren) und auf KNX-Gruppenadressen schreiben (zur Ansteuerung von KNX-Aktoren, Dimmodulen). Die KNX Extension unterstützt bis zu 750 Gruppenadressen. Dieser Ansatz kommt zum Einsatz, wenn eine bestehende KNX-Installation vorhanden ist und der Kunde eine Loxone-Visualisierung ergänzen möchte, oder wenn das Projekt bestimmte KNX-Hardware (z. B. einen Gira-Touchscreen) neben der Loxone-Steuerlogik vorsieht.

Was sind die wichtigsten Einschränkungen von Loxone gegenüber KNX?

Drei wesentliche Einschränkungen: (1) Single Point of Failure — die gesamte Intelligenz liegt im Miniserver; fällt er aus, verliert das Gebäude die komplette Automation (abgemildert durch Loxones 2-Stunden-Austauschgarantie und monatliches Konfigurations-Backup auf SD-Karte). KNX ist dezentral — einzelne Aktoren funktionieren weiter, wenn die KNX-Spannungsversorgung anderer Linien ausfällt. (2) Proprietäres Ökosystem — Loxone-Hardware ist nur von Loxone erhältlich. Keine Tree-Bus-Geräte von Drittanbietern. Das begrenzt Hardwarewettbewerb und Preisdruck. KNX hat über 450 zertifizierte Hersteller mit einem wettbewerbsintensiven Markt. (3) Programmierungsabhängigkeit — die Config-Datei liegt auf dem Miniserver; geht das Config-Backup des Installateurs verloren und fällt der Miniserver aus, erfordert die Wiederherstellung eine teilweise Neuprogrammierung von Grund auf (Loxone Config kann jedoch aus dem Miniserver-Backup lesen). ETS6-Projekte sind zwischen Installateuren portabel — jeder ETS6-geschulte Techniker kann das Projekt ändern.

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