
Wilo
Hocheffiziente ECM-Pumpen für intelligente Heizungs- und Kühlanlagen
Wilo (Dortmund, Deutschland, gegründet 1872) produziert hocheffiziente Umwälzpumpen für HLK und Gebäudetechnik. Die Stratos MAXO IE5 ECM-Pumpe ist das Flaggschiff für KNX-integrierte Heizungsanlagen. Das optionale IF-Modul (in den GENIbus-Slot eingesteckt) fügt Modbus-RTU-RS-485-Kommunikation hinzu und ermöglicht Drehzahl-Sollwertvorgabe, Leistungsüberwachung, Alarmauslese und Energieprotokollierung. Bis zu 31 Stratos-MAXO-Pumpen können an einem einzigen RS-485-Bus betrieben werden.
Rolle in unseren Schaltschränken
So setzen wir Wilo ein
**Wilo Stratos MAXO IE5 — IF-Modul Modbus RTU** Das IF-Modul wird in den GENIbus-Erweiterungsslot am Stratos-MAXO-Steuergerät eingesteckt (keine Verdrahtung zum Pumpenmotor, kein Frequenzumrichter-Bypass erforderlich). Der RS-485-Anschluss nutzt die Klemmen A, B und GND an der Pumpen-Klemmleiste. RS-485-Buskonfiguration: - Baudrate: 9600 Baud, 8N1 (8 Datenbits, kein Paritätsbit, 1 Stoppbit) - Slave-Adressen: 1–31 (Einstellung über DIP-Schalter am IF-Modul) - Abschluss: 120-Ω-Widerstand am letzten Gerät in der Buskette (DIP-Schalter am IF-Modul) - Maximale Buslänge: 1200 m bei 9600 Baud **WICHTIG: Remotemodus erforderlich** Die Stratos MAXO muss im Betriebsmodus „Remote" betrieben werden (über Pumpenanzeige oder Drehschalter), damit Modbus-Sollwert-Schreibzugriffe wirksam werden. Im Modus „Lokal" oder „Auto" werden Register-Schreibzugriffe vom Modbus-Slave akzeptiert, haben aber keinen Einfluss auf die Pumpendrehzahl. Die LED-Anzeige für den Remotemodus leuchtet, wenn aktiv. **Wichtige Modbus-Register (FC3 Lesen / FC6 Schreiben)** | Register | Funktion | Einheit | Hinweise | |---|---|---|---| | R1 | Drehzahl-Sollwert | 0–100 % | Schreiben im Remotemodus; Pumpe hält Sollwert | | R3 | Ist-Drehzahl | U/min | Nur lesen | | R5 | Motorleistung | W | Nur lesen | | R7 | Differenzdruck | kPa | Nur lesen; ΔP über Pumpe | | R9 | Volumenstrom | l/h | Nur lesen; berechnet aus ΔP + Drehzahlkennlinie | | R100 | Alarm-Word | Bitmaske | Bit 0 = blockierter Rotor, Bit 1 = Trockenlauf, Bit 2 = Übertemperatur, Bit 3 = Kommunikationsfehler | | R200 | Energiezähler | kWh | 32-Bit-Akkumulator; nicht rücksetzbar | **KNX-Integration über Modbus-RTU-TCP-Gateway** Da KNX nativ kein Modbus RTU spricht, ist ein Gateway erforderlich: - MDT SCN-IP000.03 (Modbus-TCP-Gateway, konvertiert KNX ↔ Modbus TCP, benötigt Moxa NPort oder äquivalent für RTU→TCP-Konvertierung) - Loytec LINX-212 (unterstützt Modbus RTU direkt am RS-232/RS-485-Port) - Intesis INMBSKNX1200000 (natives Modbus-RTU ↔ KNX-Gateway, 120 Modbus-Register) KNX-Gruppenadresszuordnung: | KNX-GA | DPT | Zugeordnetes Register | Beschreibung | |---|---|---|---| | Drehzahl-Sollwert Pumpe | 5.001 | R1 | 0–100 % (0 % = Mindestdrehzahl, nicht Stillstand) | | Ist-Drehzahl | 9.001 | R3 | U/min | | Motorleistung | 9.001 | R5 | W | | Volumenstrom | 9.001 | R9 | l/h | | Alarm Binär | 1.005 | R100 | Jedes Nicht-Null-Bit = Alarm | | Energie gesamt | 12.001 | R200 | kWh (32-Bit) | **Mehrpumpen-Installationen** Jede Pumpe hat ihre eigene eindeutige Slave-Adresse (1–31). Ein einzelnes RS-485-Kabel verbindet alle Pumpen in Reihe; nur die letzte Pumpe in der Kette hat den 120-Ω-Abschluss-DIP-Schalter auf EIN. Das Modbus-Gateway fragt jede Pumpe sequenziell mit ihrer Slave-Adresse ab. Bei Doppelpumpen-Konfiguration (Wilo-Stratos MAXO-D oder zwei separate Pumpen) hat jede Pumpe ihre eigene Slave-Adresse und einen zweiten Satz KNX-GAs. **PV-gekoppelte Drehzahlmodulation** Wenn die Solarleistung hoch und der Gebäudeheizungsbedarf gering ist, kann die Heizungsumwälzpumpe mit reduzierter Drehzahl betrieben werden: 1. PV-Erzeugung von KNX-GA lesen (DPT9.001, W) 2. KNX-Logik: PV > Gebäudelast → auf 30 % Mindestdrehzahl für Stratos MAXO mappen 3. PV < 500 W → geplantes Drehzahlprofil wiederherstellen 4. Berechneten %-Wert über Gateway an Pumpe R1 schreiben **Vergleich mit Grundfos MAGNA3** Die Grundfos MAGNA3 (direkter Wettbewerber) bietet sowohl Modbus RTU (über CIM 150) als auch Modbus TCP (über CIM-200-Modul). Das Wilo-Stratos-MAXO-IF-Modul unterstützt nur Modbus RTU — Modbus TCP erfordert einen externen RTU→TCP-Konverter (z. B. Moxa NPort 5110A). Beide Pumpen unterstützen bis zu 31 Slaves pro RS-485-Bus mit ähnlichen Registerstrukturen.
Wilo Stratos MAXO benötigt das IF-Modul im GENIbus-Slot für Modbus RTU RS-485 (9600 Baud 8N1, Adressen 1–31, 120-Ω-Abschluss am letzten Gerät). Pumpe muss im Remote-Betriebsmodus sein, damit Register-Schreibzugriffe wirksam werden. Wichtige Register: R1 = Drehzahl-Sollwert 0–100 % (Schreiben), R3 = Ist-Drehzahl (U/min), R5 = Leistung (W), R7 = ΔP (kPa), R9 = Durchfluss (l/h), R100 = Alarm-Bitmaske, R200 = Energie (kWh). KNX-Integration über Modbus-RTU→KNX-Gateway (Loytec LINX-212, Intesis INMBSKNX). Bis zu 31 Pumpen je RS-485-Bus.
Eingesetzt in diesen Projekttypen
Wilo-Produkte
Schlüsselkomponenten, die wir verbauen
Wilo Stratos MAXO — IE5-ECM-Drehzahlpumpe mit IF-Modul-Modbus-RTU-Slot
Wilo Stratos GIGA — Großanlagen-ECM-Pumpe für gewerbliche Systeme, GENIbus/Modbus-Schnittstelle
Wilo Helix VE — drehzahlgeregelte Druckerhöhungspumpe mit Modbus-RTU-Schnittstelle
Wilo IF-Modul — GENIbus-Slot-Erweiterung für RS-485-Modbus-RTU-Kommunikation
Wilo – FAQ
Warum muss die Stratos MAXO im Remotemodus für die KNX-Steuerung sein?
Das IF-Modul akzeptiert Modbus-Register-Schreibzugriffe in jedem Betriebsmodus, aber die Firmware der Pumpe berücksichtigt Drehzahl-Sollwerte aus Register R1 nur, wenn die Pumpe im Modus 'Remote' ist. Im Modus 'Auto' verwendet die Pumpe ihre interne Differenzdruck-Regelkennlinie; im Modus 'Lokal' ignoriert sie externe Befehle vollständig. Remote-Modus über Drehschalter am Pumpenkopf oder Display-Menü einstellen. Die Remote-LED leuchtet, wenn aktiv. Im Remote-Modus ist auch die interne ΔP-Konstantregelung der Pumpe deaktiviert.
Wie baue ich das IF-Modul in die Stratos MAXO ein?
Stromversorgung zur Pumpe unterbrechen. Am Stratos-MAXO-Steuergerät die GENIbus-Erweiterungsabdeckung (kleine rechteckige Abdeckung an der Seite des Elektronikgehäuses) lokalisieren. Abdeckung entfernen und das IF-Modul in den Slot einstecken, bis es einrastet. Slave-Adresse über DIP-Schalter am IF-Modul einstellen (binäre Kodierung, 1–31). Abschluss-DIP-Schalter auf EIN setzen, wenn diese Pumpe das letzte Gerät am RS-485-Bus ist. Stromversorgung wiederherstellen. Das Modul wird automatisch erkannt — keine weitere Pumpenkonfiguration erforderlich.
Was ist Register R100 und wie verwende ich es für Alarme?
Register R100 ist eine 16-Bit-Alarm-Bitmaske. Bit 0 = blockierter Rotor (Pumpe klemmt), Bit 1 = Trockenlauf (Pumpe läuft ohne Wasser), Bit 2 = Übertemperatur, Bit 3 = Kommunikationsfehler am GENIbus. In KNX R100 auf eine DPT5.010-GA mappen und eine Bitmasken-Logik anwenden: Jeder Nicht-Null-Wert löst eine binäre Alarm-GA aus (DPT1.005). Ein KNX-Alarmmodul (z. B. MDT Logic Controller) kann dann eine Push-Benachrichtigung senden oder ein Alarmrelais aktivieren. R100 alle 30 s abfragen — häufigeres Abfragen des Alarmregisters ist unnötig und erhöht die Buslast.
Kann ich mehrere Wilo-Pumpen an einem KNX-Gateway betreiben?
Ja — bis zu 31 Stratos-MAXO-Pumpen können an einem einzigen RS-485-Reihenbus betrieben werden. Das IF-Modul jeder Pumpe muss eine eindeutige Slave-Adresse haben (1–31, per DIP-Schalter eingestellt). Nur die letzte Pumpe in der physischen Kette sollte den 120-Ω-Abschluss-Schalter auf EIN haben. Das Modbus-Gateway fragt jede Slave-Adresse sequenziell ab; Gesamtabfragezykluszeit = (Anzahl der Pumpen) × (Abfrageintervall pro Register). Bei 8 Pumpen mit einem 5-Sekunden-Register-Leseintervall beträgt die vollständige Roundtrip-Zeit für alle Pumpen ca. 40 Sekunden.
Wie unterscheidet sich die Wilo Stratos MAXO von der Grundfos MAGNA3 für die KNX-Integration?
Beide Pumpen haben ähnliche IE5-Effizienzklassen und vergleichbare Registerstrukturen. Der Hauptunterschied liegt bei der Konnektivität: Die Grundfos MAGNA3 kann das CIM-200-Ethernet-Modul für Modbus TCP nutzen (direkte Verbindung zu einem Modbus-TCP-Gateway ohne RTU-Konverter), während das Wilo-Stratos-MAXO-IF-Modul nur Modbus RTU RS-485 unterstützt. Für KNX-Integration über einen Loytec LINX-212 (mit nativem RS-485-Modbus-RTU-Port) funktionieren beide Ansätze gleich gut. Für Integration über ein Modbus-TCP-Gateway (MDT SCN-IP000.03) ist die MAGNA3 CIM 200 einfacher — die Stratos MAXO benötigt einen zusätzlichen Moxa-NPort-RTU→TCP-Konverter.
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