EN 54-2 · BS 5839-1 · KNX-Relaislogik · 10 Minuten Lesezeit

Integration von Brandmelderzentralen mit KNX: EN 54, potenzialfreie Kontakte und Relaislogik

Die Integration einer zertifizierten Brandmelderzentrale mit einem KNX-Gebäudeautomationssystem erweitert die Alarmmeldung auf Lichtsteuerung, Aufzugsvoranstellung, Entrauchung und Türfeststeller – alles ausgelöst durch einen einzigen potenzialfreien Relaiskontakt. Dieser Leitfaden behandelt die korrekte Architektur, Kabelanforderungen, galvanische Trennung und ETS6-Prioritätskonfiguration.

Sicherheitshinweis: Brandmeldeanlagen dürfen nur von qualifizierten Ingenieuren entworfen, installiert und in Betrieb genommen werden, die nach BS 5839-1 (UK), EN 54-2 (EU) oder einem gleichwertigen nationalen Standard zertifiziert sind. Die KNX-Integration ersetzt kein dediziertes zertifiziertes Brandmeldesystem – sie erweitert lediglich die Signal- und Steuerausgänge. Die gesamte brandseitige Verkabelung, die Konfiguration der Zentrale und die Ursache-Wirkungs-Logik müssen vor der Inbetriebnahme von einem kompetenten Brandschutzingenieur überprüft und abgenommen werden.

Arten von Brandmelderzentralen

In gewerblichen und Wohngebäuden werden zwei grundlegend unterschiedliche Zentralenarchitekturen verwendet. Das Verständnis des Unterschieds bestimmt, wie die Zentrale den Zonenstatus kommuniziert und wie viele Relaisausgänge für die KNX-Integration zur Verfügung stehen.

Konventionelle Zentralen

  • • Zonenweise Detektion nur – keine gerätebezogene Identifikation
  • • Alle Melder einer Zone teilen sich einen Meldekreis
  • • Zentrale meldet Zone aktiv, nicht welcher Melder ausgelöst hat
  • • Typischer Zonenrelaisausgang: ein potenzialfreier Kontakt pro Zonenkarte
  • • Niedrigere Kosten – geeignet für kleine Gebäude mit einfachen Grundrissen
  • • Eingeschränkte Eignung für große gewerbliche KNX-Projekte
  • • Beispiele: Fulleon, C-TEC CFP, Apollo konventionelle Tafeln

Adressierbare / analog-adressierbare Tafeln (L-Klasse)

  • • Identifikation auf Geräteebene – jeder Detektor hat eine eindeutige Adresse
  • • Die Tafel meldet genauen Detektor, Zone, Etage und Ursache
  • • Mehrere programmierbare Relaisausgänge – Zonenalarm, allgemeiner Brand, Störung, Deaktivierung
  • • Geeignet für große gewerbliche KNX-Projekte mit komplexer Ursache-Wirkungs-Logik
  • • EN 54-2 Abschnitt 8 fordert adressierbare Brandmelderzentralen für L-Grade-Systeme (Lebensschutz)
  • • Bosch FPD-7024, Notifier ID3000, Advanced MxPro5, Hochiki ESP-Zentrale

Für jedes gewerbliche KNX-Integrationsprojekt ist eine analog-adressierbare Zentrale vorzusehen. Die gerätebezogene Identifikation verleiht der Ursache-Wirkungs-Logik die erforderliche Präzision – ein einzelner Melder im 3. Stock kann andere KNX-Aktionen auslösen als ein allgemeiner Gebäudealarm. Konventionelle Zentralen können diese Granularität nicht bieten.

Integrationsprinzip: potentialfreier Kontakt zu KNX-Binäreingang

The standard integration path between a fire alarm panel and KNX is via volt-free (dry-contact) relay outputs on the fire panel side, read by a KNX binary input module. This architecture keeps the fire system completely isolated from the KNX bus — the fire panel's certified operation is never dependent on KNX, and a KNX failure cannot affect fire detection.

Integrationssignalpfad

Fire alarm panel (EN 54-2 certified)
    │
    │ Volt-free relay output (dry contact — NO/NC/COM)
    │ Fire-rated cable: EN 50200 FE180/E90 or FPLR
    │
    ▼
Galvanic isolation relay or opto-isolated interface
  Phoenix Contact 2906842 or equivalent dry-contact module
    │
    │ Standard LSZH cable — KNX side only
    │
    ▼
KNX binary input module
  MDT STC-0416.02  (4-channel, DIN rail 2TE)
  Hager TXI616A    (16-channel, DIN rail 4TE)
    │
    │ KNX TP bus
    │
    ▼
KNX group address → KNX actuator action
  Lighting: all circuits 100%
  Lifts: recall to ground, lock out-of-service
  HVAC: fans off, dampers close
  Door holders: 24V cut, doors close
  Visualisation: fire alarm screen activates
  Audio: evacuation message plays

Das KNX-Binäreingangsmodul wandelt den Kontaktschluss (0V = offen, 24V = geschlossen oder für potentialfreie Erkennung konfiguriert) in ein KNX-Telegramm auf der Gruppenadresse um. Konfigurieren Sie in ETS6 den Binäreingang für Kontakttyp (NO oder NC), Telegrammtyp (DPT 1.001) und setzen Sie das Sicherheitsprioritäts-Flag, damit keine andere KNX-Logik das Brandtelegramm überschreiben kann.

EN 54-2 erforderliche Relaisausgänge

EN 54-2 (Steuer- und Anzeigeeinrichtung) schreibt drei Ausgangstypen für alle zertifizierten Tafeln vor. Dies sind die für die KNX-Integration verfügbaren Kontakte – jeder hat einen bestimmten Zweck und sollte einer separaten KNX-Gruppenadresse zugeordnet werden.

AusgangEN 54-2 AbschnittKontaktzustand (Normal)Kontaktzustand (Ereignis)KNX-Verwendung
AlarmausgangKlausel 8.9Öffner (NO)GeschlossenAlle Brandaktionen auslösen – Beleuchtung, Aufzüge, HLK, Türen
StörausgangKlausel 8.10Schließer (NC)OffenKNX-Visualisierung zeigt Störungsanzeige; BMS benachrichtigen
Ausgang deaktivierenAbschnitt 8.11Öffner (NO)GeschlossenKNX-Visualisierung zeigt Zone deaktiviert — Techniker vor Ort

Verwenden Sie den Öffner-Störmeldekontakt (NC) mit dem KNX-Binäreingang, der für NC-Logik konfiguriert ist – der KNX-Eingang erkennt einen offenen Stromkreis (Störung) als aktives Ereignis. Dies bedeutet, dass ein Kabelbruch zwischen der Brandmeldezentrale und dem KNX-Eingang selbst eine Störungsmeldung auslöst, was dem korrekten sicherheitsgerichteten Verhalten entspricht.

Durch Brandalarm ausgelöste KNX-Aktionen

Ein allgemeiner Brandalarm-Relaiskontakt sollte gleichzeitig die folgenden KNX-Aktionen auslösen. Jede Aktion ist eine separate KNX-Gruppenadresse, die vom Binäreingangsmodul in ETS6 über verknüpfte Gruppenadressen gesendet wird.

SystemKNX-AktionBegründung
AllgemeinbeleuchtungAlle Stromkreise sofort auf 100 % Helligkeit setzenAlle Fluchtwege beleuchten – jegliche Dimmerszene oder Aus-Zustand überschreiben
AufzugssteuerungAlle Aufzüge ins Erdgeschoss rufen, Türen offen halten, außer BetriebPersonen daran hindern, während eines Brandes Aufzüge zu benutzen; Feuerwehrzugang vom Erdgeschoss
HLK-ZuluftventilatorenAlle Zu- und Abluftventilatoren stoppen sofortVerhindern, dass Rauch durch Kanäle in andere Zonen getrieben wird
BrandschutzklappenAlle motorischen Brandschutzklappen schließen (230V-Antrieb spannungsfrei)Brandabschnitte — verhindern Rauchausbreitung über Kanäle zwischen Etagen
Elektromagnetische Türhalter24V DC-Versorgung unterbrochen — alle Türen schließen und verriegelnBrandabschnitte — Flure und Treppenhäuser abgedichtet
ZutrittskontrolleAlle elektrischen Türöffner geben frei (fail-safe-Modus)Evakuierung durch alle Türen ermöglichen — keine Kartenleser-Blockade
Visualisierung / GLTBrandmeldebildschirm aktiviert — Zone, Melder, Uhrzeit angezeigtSichtbarkeit in der Leitstelle — Fernüberwachung und Schnittstelle für Feuerwehr
BeschallungsanlageEvakuierungsdurchsage auf allen ZonenStrukturierte Evakuierung — Sprachalarmmeldung nach EN 60849 / BS 5839-8

Kabelanforderungen für die Verdrahtung von Brandmelderelais

Die Verdrahtung zwischen der Brandmelderzentrale und dem KNX-Binäreingangsmodul besteht aus zwei unterschiedlichen Abschnitten mit unterschiedlichen Kabelanforderungen. Dies falsch zu machen ist der häufigste Installationsfehler bei brandintegrierten KNX-Projekten.

Brandseitige Verdrahtung (Zentrale zum Trennrelais)

  • • Kabeltyp: feuerbeständiges Kabel erforderlich
  • • UK-Norm: FPLR (Fire Protective Low Resistance) — 2×1,5mm²
  • • EU-Norm: EN 50200 FE180/E90 — erhält die Stromkreisintegrität für 90 Minuten bei 830°C
  • • In separatem Kabelkanal oder Kabeltrasse von anderen Gebäudekabeln verlegen
  • • Mindestabstand 50 mm zu Starkstromkabeln
  • • Feuerbeständige Befestigungen erforderlich – keine handelsüblichen Kunststoffkabelclips verwenden

KNX-seitige Verdrahtung (Trennrelais zum Binäreingang)

  • • Kabeltyp: Standard LSZH (Low Smoke Zero Halogen) zulässig
  • • Typisch: 2×0,75 mm² oder 2×1,0 mm² LSZH als Signalkabel
  • • Das galvanische Trennrelais stellt die Barriere dar – die KNX-Seite ist ein Sekundärkreis
  • • Verlegung als Standard-Signalkabel – handelsübliche Schaltschrank-Kabelbefestigungen zulässig
  • • Halten Sie Abstand zu KNX-TP-Buskabeln, um Übersprechen zu vermeiden
  • • Label clearly: "Fire relay output — do not disconnect"

Galvanische Trennung: zwingend zwischen Brandmelder und KNX

The fire alarm panel's relay output must never be connected directly to a KNX binary input without galvanic isolation. The fire panel operates on its own certified 24V DC supply; the KNX bus operates at 29V DC. Mixing these circuits risks damaging the fire panel, creating earth loops, and — critically — compromising the EN 54-2 certification of the fire system.

Empfohlene Trenninterface-Geräte

  • Phoenix Contact 2906842: Optogekoppeltes Relais-Schnittstellenmodul, Hutschiene, 24V DC-Spule, potentialfreier Ausgang – saubere elektrische Trennung zwischen Brandmeldezentrale und KNX-Kreisen.
  • Wago 857-Serie Trennrelais: Kompaktes Hutschienenmodul mit LED-Anzeige – nützlich zur Überwachung, ob das Relais betätigt wurde.
  • Standard 24V DC Trockenkontakt-Relais-Modul: Jedes UL/CE-zertifizierte Relaismodul mit 24V DC-Spule und potentialfreien Ausgangskontakten, die für die Anwendung ausgelegt sind.
  • MDT STC-0416.02 mit externer Versorgung: Wenn der MDT-Binäreingang aus einer eigenen 24V-Versorgung (nicht von der Brandmeldezentrale) gespeist wird, bietet dies eine akzeptable Trennung für sekundäre Signalisierung mit geringem Risiko.

Wichtige Regel:Never connect the fire panel's relay output directly to the KNX binary input terminal without a certified isolation relay in between. The fire panel's EN 54-2 certification is void if its output circuit is connected to any non-certified external control system without isolation. Use a dedicated relay or opto-isolated interface for every fire panel output used for KNX integration.

KNX-Sicherheitsprioritätskonfiguration in ETS6

KNX-Aktoren unterstützen einen Prioritätsmechanismus, der verhindert, dass Befehle niedrigerer Priorität sicherheitskritische Zustände überschreiben. Für die Brandintegration muss das Brandmelde-Telegramm die höchste verfügbare Priorität verwenden, damit kein Szenario, Timer, Raumthermostat oder HLK-Rücksetzbefehl die Brandzustandsaktionen außer Kraft setzen kann.

ETS6 Binäreingangskonfiguration

  1. Öffnen Sie ETS6 → wählen Sie MDT STC-0416.02 Binäreingang
  2. Set channel input type: "Volt-free contact (dry contact)"
  3. Kontaktpolarität einstellen: NO (Schließer) für Alarmausgang
  4. Telegrammtyp einstellen: DPT 1.001 (1-Bit-Schalter)
  5. Wert bei Kontaktschluss: 1 (ein – Brandalarm aktiv)
  6. Wert bei Kontaktöffnung: 0 (aus – Brandalarm zurückgesetzt)
  7. Link to group address: e.g. 1/1/1 "Fire Alarm General"
  8. Enable "Safety priority" flag on the group address

ETS6 Aktor-Prioritätseinstellungen

  • Prioritätsstufen (KNX-Standard): 0 = niedrigste (Szene/Zeit), 1 = normal, 2 = dringend, 3 = höchste (Sicherheit).
  • Brandmelderpriorität: Auf Stufe 3 (höchste Sicherheitspriorität) setzen an allen Aktoren, die Brandmelder-Gruppenadressen empfangen.
  • Rückstellbedingung: Der Prioritätszustand wird nur gelöscht, wenn ein Priorität-0- oder Reset-Telegramm auf der Prioritäts-Gruppenadresse empfangen wird – nicht, wenn die normale Szenensteuerung wieder aufgenommen wird.
  • HLK-Übersteuerung: Thermostat- und Absenkfunktionen können einen Aktor-Zustand der Priorität 3 nicht überschreiben – Feuer hat unabhängig von Zeitplan oder Sensoreingang Vorrang.

Ursache-Wirkungs-Matrix

The cause-and-effect matrix documents every event source, its KNX group address, the action triggered, the priority level and the reset condition. This document must be produced during design, reviewed by the fire engineer and retained with the building's fire O&M manual.

EreignisquelleKNX-GruppenadresseDPTAktionPrioritätRückstellbedingung
Allgemeines Brandmelderelais1/1/1DPT 1.001Alle Lichter → 100%3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Allgemeines Brandmelderelais1/1/2DPT 1.001Alle Aufzüge ins Erdgeschoss gerufen, gesperrt3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Allgemeines Brandmelderelais1/1/3DPT 1.001HLK-Zuluftventilatoren aus3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Allgemeines Brandmelderelais1/1/4DPT 1.001Brandschutzklappen schließen (Antrieb spannungslos)3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen – Klappe wieder öffnen erfordert Fachmanneingriff
Allgemeines Brandmelderelais1/1/5DPT 1.001Türhalter 24V abgeschaltet – alle Brandschutztüren schließen3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Allgemeines Brandmelderelais1/1/6DPT 1.001Zutrittskontrollschlösser geben frei (fail-safe)3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Allgemeines Brandmelderelais1/1/7DPT 1.001Visualisierung: Brandmeldebildschirm aktiviert3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Allgemeines Brandmelderelais1/1/8DPT 1.001Audio: Evakuierungsdurchsage3 (Sicherheit)Manuelles Zurücksetzen über Brandmelderzentrale + Telegrammwert 0
Störungsrelais im Panel (NC)1/2/1DPT 1.001Visualisierung: Störungsanzeige ein1 (normal)Störung am Panel behoben – NC-Kontakt schließt wieder
Zonenabschaltrelais1/2/2DPT 1.001Visualisierung: Zonenabschaltungsanzeige ein1 (normal)Zone auf der Tafel wieder aktiviert — Kontakt öffnet

Vergleich BS 5839-1 (UK) vs. EN 54-2 (EU)

Beide Normen regeln die Planung, Installation und Inbetriebnahme von Brandmelde- und Alarmierungssystemen, unterscheiden sich jedoch in Umfang, Detektionsklassifizierung und Zertifizierungsanforderungen. Bei Projekten, die mehrere Länder umfassen, ist zu prüfen, welche Norm in jeder Gerichtsbarkeit gilt — sie sind nicht austauschbar.

ParameterBS 5839-1 (UK)EN 54-2 (EU)
Geografischer GeltungsbereichVereinigtes KönigreichEuropäische Union (alle Mitgliedstaaten)
Rechtliche GrundlageVerhaltenskodex – empfohlen, nicht verpflichtendHarmonisierte Norm – CE-Kennzeichnung für Produkte verpflichtend
DetektionsklassenL1–L5 (Leben) und P1–P2 (Sachwerte) basierend auf der GebäudegrundflächeProduktnormen EN 54-7 (Rauch), EN 54-5 (Wärme), EN 54-29 (Multisensor)
Klasse L1/P1L1: Detektoren im gesamten Gebäude. P1: vollständiger Schutz des EigentumsKein direktes Äquivalent — der Umfang wird in nationalen Bauvorschriften festgelegt
KabelanforderungenBS 5839-7: geschirmtes, feuerbeständiges Kabel für adressierbare SchleifenEN 50200: FE180/E90 Feuerwiderstandsklassifizierung
InbetriebnahmezertifikatKein verbindliches nationales Zertifizierungssystem — Kompetenz des BrandschutzingenieursCPD (Bauproduktenrichtlinie) + Zertifizierung durch notifizierte Stelle für Produkte
SignalanforderungenBritische Norm 5839-8 für SprachalarmanlagenEN 60849 für Sprachalarm- und Evakuierungssysteme
KNX-IntegrationshinweisBS 5839-1 Klausel 26 behandelt die Zusatzsteuerung – erfordert Freigabe durch BrandschutzingenieurEN 54-2 Klausel 8 behandelt Ausgangssignale – potenzialfreie Kontakte für sekundäre Signalisierung

Prioritätslogik: Überschreibungsregeln für Feuertelegramme

Der KNX-Prioritätsmechanismus stellt sicher, dass der Brandmeldezustand nicht versehentlich durch normale Gebäudeautomatisierungsfunktionen aufgehoben werden kann. Das Verständnis der Überschreibungshierarchie ist für die korrekte ETS6-Konfiguration unerlässlich.

KNX-Prioritätshierarchie — Brandintegration

Priority 3 — Safety (fire alarm):
  DPT 1.001 value 1 — set by fire alarm relay input
  Cannot be overridden by any lower-priority telegram
  Actuator holds fire state until Priority 3 reset received

Priority 2 — Urgent:
  HVAC emergency stop (CO2 alarm, smoke ventilation)
  Can override Priority 1 and 0 commands
  Cannot override Priority 3 (fire alarm)

Priority 1 — Normal:
  Standard KNX control: scenes, switches, dimmers
  Room thermostat setpoints, occupancy-based scenes
  Overridden by Priority 2 and 3

Priority 0 — Low / scene:
  Timer events, scheduled scenes, astronomical clock
  Lowest precedence — overridden by all other priorities

Reset rule:
  Fire state (Priority 3) clears only when:
  (1) Fire panel is reset and alarm output relay opens
  (2) KNX binary input sends DPT 1.001 value 0 on group address
  (3) Actuator receives Priority 3 reset telegram on the same GA
  Manual override of fire state by building user is NOT possible

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