Verdrahtung des Hotelkartenlesers: RFID-Anwesenheitserkennung und KNX-Türlogik
Die Anwesenheitserkennung in Hotelzimmern in einem KNX-System hängt von einer scheinbar einfachen Komponente ab: dem wandmontierten Kartenschalter. Die korrekte Verdrahtung, ETS6-Parameter und die failsafe-Logik entscheiden darüber, ob der HVAC-Energiesparmodus und die DND/MUR-Anzeigen zuverlässig funktionieren oder ob sie Gästebeschwerden und falsche Hausmeistereinsätze verursachen. Dieser Leitfaden behandelt die Verdrahtung des Kartenschalters, ETS6-Eingangsparameter, PIR-Ergänzung, Türschloss-Schnittstellen und mehrstöckige Topologie für Hotels mit 50 bis 200 Zimmern.
Funktion des Hotelkartenschalters
The hotel card switch is a wall-mounted holder, usually positioned near the room entrance, that accepts the guest's key card. The switch contains a simple mechanical or reed contact that closes when a card is inserted into the holder. In KNX context, this contact serves exclusively as a presence indicator — it tells the building management system whether a card (and by proxy, a guest) is present in the room.
RFID-Kartenleser vs. Kartenschalter: Der Kartenleser im Hotelzimmertürschloss (VingCard, ASSA Abloy, Dormakaba) verwendet RFID/NFC-Technologie, um die Karte gegenüber dem Schlosscontroller zu authentifizieren. Dies ist völlig getrennt vom wandmontierten Kartenschalterhalter im Zimmer. Der Kartenschalter ist ein passiver Kontakt – er hat keine RFID-Fähigkeit, identifiziert die Karte nicht und kommuniziert nicht mit dem Schließsystem. Er erkennt lediglich das Vorhandensein einer Karte durch Kontaktschluss. Die Begriffe werden in Hotelspezifikationen oft verwechselt; klären Sie in jedem Projektdokument, welche Komponente gemeint ist.
Kartenschalter-Marken (alle kompatibel)
- Orbita (China, OEM für viele Hotelzulieferer)
- Salto Systems Kartenhalter (getrennt vom Schloss)
- VingCard Wandhalter (getrennt vom Türschloss)
- Dormakaba Zimmerkartenhalter
- Generischer Hotelkartenschalter (2-Draht NO-Kontakt)
- Alle verwenden denselben 2-Draht-Schließer-Ausgang
Elektrische Eigenschaften
- Kontakttyp: Schließer (NO)
- Card inserted: contact closed (resistance <1Ω)
- Card removed: contact open (resistance >1MΩ)
- Maximale Schaltspannung: 24V DC (KNX-Binäreingang sicher)
- Maximaler Schaltstrom: 100mA (innerhalb des KNX-Eingangsbereichs)
- Kabel: 2-adriges 0,5mm² Signalkabel ausreichend
Verdrahtung des Kartenschalters zum KNX-Binäreingang
Der Kartenschalterkontakt wird an ein KNX-Binäreingangsmodul angeschlossen. Der Binäreingang stellt die Kontakterfassungsschaltung (typischerweise 12–24V DC intern) bereit und wandelt den Kontaktzustand in ein KNX-Telegramm um. Für den Kartenschalter selbst ist keine externe Stromversorgung erforderlich.
Verdrahtungsplan Kartenschalter
Card switch holder (wall-mounted, near entrance):
Terminal A → 2-core signal cable → KNX binary input IN1+
Terminal B → 2-core signal cable → KNX binary input IN1−
Cable specification:
Type: 2-core 0.5mm² PVC signal cable
Route: In conduit from floor distribution box to room
Length: Max 100m from KNX binary input to card switch
(KNX input internal circuit; verify with manufacturer)
Screen: Not required for card switch signal
KNX binary input modules (suitable):
ABB M2184.1 — 4-channel binary input, DIN rail
MDT BE-0800.01 — 8-channel binary input, DIN rail
Schneider MTN6755-0001 — 6-channel binary input, DIN rail
All located in floor distribution board, not in room
KNX bus cable (YCYM 2×0.8mm²) from distribution board to room
Signal cable (2×0.5mm²) from distribution board to card switchZentrale vs. verteilte Binäreingänge:locating the KNX binary input in the floor distribution board (rather than in the room) allows the room to contain only the MDT SCN-RT55P and its 2 relay outputs. The binary input for card switch, DND button and MUR button can be in the distribution board, with signal cables running to the room. This simplifies in-room wiring but requires more cable runs. Alternatively, the SCN-RT55P's four integrated inputs eliminate the need for a separate binary input device.
ETS6-Binäreingangsparameter für Kartenschalter
Die ETS6-Parameter für den Kartenschaltereingang sind entscheidend für den zuverlässigen Betrieb. Zwei Zeitparameter verhindern eine fälschliche Aktivierung des Energiesparmodus bei normalem Gästeverhalten: die Aktivierungsverzögerung (Entprellzeit) und die Deaktivierungsverzögerung (Haltezeit nach Kartenentnahme).
ETS6-Binäreingang – Kartenschalterparameter
Input channel: Card switch (Input 1 on SCN-RT55P or binary input)
Input type: Contact (not push-button, not dimmer)
Contact type: Normally open (NO)
Polarity: Active = contact closed (card inserted)
Activation delay: 3 seconds
(debounce — prevents spurious activation from contact
bounce on card insertion; 3s is sufficient)
Deactivation delay: 180 seconds (3 minutes)
(hold-on after card removed — prevents HVAC economy
and lights-off during brief card absence; see rationale)
On activation (contact closes):
Object: Presence GA (10/room/0) DPT 1.002 = 1
Additional: trigger scene 1 (welcome) via GA 10/room/5
On deactivation (after 180s delay):
Object: Presence GA (10/room/0) DPT 1.002 = 0
Additional: trigger scene 2 (eco) via GA 10/room/5
Cyclical sending: Every 600 seconds (10 minutes)
(heartbeat — BMS can detect if KNX device has failed)
Send current state cyclically regardless of changeWarum 180 Sekunden?
Hotelgäste entnehmen ihre Karte aus dem Halter aus vielen Gründen: um die Karte an der Minibar zu nutzen (bei RFID), um die Kartennummer zu überprüfen oder beim Hantieren an der Tür bei der Rückkehr. Eine Verzögerung von 60 Sekunden ist zu kurz und führt zu einem ständigen Ein- und Ausschalten der HLK-Anlage. 180 Sekunden decken die meisten normalen Entnahmeszenarien ab. Für Premium-Hotels werden 300 Sekunden (5 Minuten) verwendet. Überschreiten Sie nicht 600 Sekunden, da sonst der Energiesparmodus nach einer legitimen Abwesenheit nie aktiviert wird.
Zweck des zyklischen Sendens
Das Senden des aktuellen Anwesenheitszustands alle 10 Minuten ermöglicht es der BMS- oder PMS-Middleware, KNX-Geräteausfälle zu erkennen. Wenn GA 10/Raum/0 trotz belegtem Raum seit mehr als 20 Minuten nicht aktualisiert wurde, wird ein Fehlerflag gesetzt. Dies ist für Hotels mit 200 Zimmern unerlässlich, da ein defektes KNX-Gerät sonst stundenlang unentdeckt bleiben könnte.
Kartenschalter vs. dedizierter Präsenzmelder
Ein Kartenschalter erkennt das Vorhandensein einer Karte, nicht die tatsächliche Belegung des Raums. Dies ist nicht immer dasselbe: Ein Gast kann den Raum verlassen, ohne die Karte zu entfernen, oder ein Wartungstechniker kann sich ohne eingelegte Karte im Raum aufhalten. Für ein besseres Energiemanagement und eine echte Anwesenheitserkennung ergänzen Sie den Kartenschalter um einen PIR-Präsenzmelder (passiv-infrarot).
| Szenario | Kartenschalter | PIR-Sensor | Kombinierte Logik |
|---|---|---|---|
| Gast im Raum, Karte eingelegt | Präsenz = 1 | Besetzt = 1 | Komfortmodus — korrekt |
| Gast abgereist, Karte noch im Halter | Anwesenheit = 1 (falsch) | Besetzt = 0 (korrekt) | ODER-Logik: Komfortmodus läuft weiter — akzeptabel (Karte steckt = Gast beabsichtigt Rückkehr) |
| Gast im Zimmer, Karte in der Tasche | Anwesenheit = 0 (falsch) | Besetzt = 1 (korrekt) | ODER-Logik: Komfortmodus – korrekt |
| Raum leer, Karte steckt | Anwesenheit = 1 (falsch) | Besetzt = 0 (korrekt) | ODER-Logik: Komfortmodus – ineffizient (Karte vergessen) |
| Wartung, keine Karte | Präsenz = 0 | Besetzt = 1 | ODER-Logik: Komfortmodus – korrekt für Personal-Komfort |
ETS6 ODER-Logik – Kartenschalter + PIR
KNX PIR sensor (ceiling mount): Elsner P03/2 KNX or BEG PD9-KNX — Send occupied = 1 on motion detected — Hold occupied = 1 for 5 minutes after last motion — GA 10/room/8 DPT 1.002 (PIR presence) ETS6 logic block (OR gate): Input A: GA 10/room/0 (card switch presence) Input B: GA 10/room/8 (PIR presence) Output: GA 10/room/9 DPT 1.002 (combined occupancy) Logic: Output = 1 if A=1 OR B=1 HVAC setpoint driven by GA 10/room/9 (combined), not directly by card switch GA 10/room/0. PIR absent for 5 min AND card switch absent for 180s: → Combined occupancy = 0 → HVAC economy mode
Schnittstelle für elektronische Türschlösser
Hotel-RFID-Türschlösser verwenden ein eigenes Kommunikationsprotokoll zwischen Kartenleser und Schlosssteuerung – typischerweise Wiegand 26-Bit oder OSDP. Dieses Protokoll ist nicht KNX und nicht an den KNX-Bus angeschlossen. Das Türschloss kommuniziert mit dem Zutrittskontrollsystem (ACS), nicht mit der Gebäudeautomation. Der Türschlossstatus (Tür offen/geschlossen, Schloss verriegelt/entriegelt) kann jedoch über potenzialfreie Ausgänge der Schlosssteuerung in KNX eingespeist werden.
Verdrahtung Türschloss zu KNX
RFID lock controller outputs (dry contacts):
Door status (NO/NC relay): door open = contact closed
→ Wire to KNX binary input → GA 10/room/7 DPT 1.002
Lock override input (dry contact from KNX):
Reception unlock → KNX binary output relay → lock override
KNX binary output → relay (30VDC/0.5A) → lock override input
GA 10/room/11 DPT 1.001 = 1 → relay on → door unlocked (3s pulse)
Wiegand reader cable (reader to lock controller):
4 conductors: D0 (green), D1 (white), GND (black), +12VDC (red)
Max cable length: 30m from reader to controller (Wiegand specification)
Over 30m: use OSDP instead of Wiegand (RS485, up to 150m)
Cable: shielded 4-core 0.5mm² (screen to GND at controller end only)
OSDP (Open Supervised Device Protocol):
RS485 2-wire (A/B) + GND + 12VDC
Max length: 150m (RS485 at 9600 baud)
Bi-directional: reader can send LED/buzzer commands
Preferred for new installations (supervised, tamper detection)Verwechseln Sie nicht den Wiegand-Anschluss des Türschlosses mit dem KNX-Bus: Wiegand- und OSDP-Kabel sind Zutrittskontrollkabel, keine KNX-Buskabel. Sie müssen getrennt vom KNX-YCYM-2×0,8mm²-Buskabel verlegt werden. Die parallele Verlegung von Zutrittskontrollkabeln mit dem KNX-Bus im selben Kanal ohne Trennung kann Störungen in OSDP-RS485-Systemen verursachen. Halten Sie einen Mindestabstand von 50 mm ein oder verwenden Sie geschirmte Kabelkanäle für Zutrittskontrollkabel, die länger als 10 m neben dem KNX-Buskabel verlaufen.
Verdrahtung der DND- und MUR-Anzeigen an der Zimmertür
Die DND- (Bitte nicht stören) und MUR- (Zimmer reinigen) LED-Anzeigen sind im Türblatt-Einsatz oder neben der Zimmertür montiert. Sie benötigen eine DC-Versorgungsspannung und werden über das KNX-Binärausgangsrelais im Raumcontroller oder Verteiler geschaltet.
Verdrahtung DND/MUR-LED
DND LED (red): door face insert LED indicator
Supply: 12V DC SMPS (e.g., Mean Well HDR-15-12, 15W DIN rail)
Wiring: 12VDC SMPS output → KNX relay output 1 (NO) → DND LED +
LED − → GND (common with SMPS GND)
Cable: 2-core 1.0mm² (12VDC supply, max 50mA LED)
Control: GA 10/room/1 DPT 1.001 = 1 → relay closes → LED illuminated
MUR LED (green): door face insert LED indicator
Supply: Same 12V DC SMPS (or separate for EMC isolation)
Wiring: 12VDC SMPS output → KNX relay output 2 (NO) → MUR LED +
LED − → GND
Cable: 2-core 1.0mm²
Control: GA 10/room/2 DPT 1.001 = 1 → relay closes → LED illuminated
Alternative (230V relay → LED driver):
KNX switch actuator 230V relay output → LED driver module
LED driver: constant current 12VDC, IP20, DIN rail
Use when KNX switch actuator is only available in 230V version
LED driver converts 230V AC to 12VDC for LED supply
SCN-RT55P relay specification:
Relay outputs: 30VDC / 0.5A max
Use 12V DC SMPS + relay (not 230V directly into SCN-RT55 relay)EMV-Hinweis zu Schaltrauschen von LED-Treibern: LED-Treiber mit Schaltreglern erzeugen hochfrequentes Rauschen, das bei paralleler Kabelführung zu Fehlauslösungen an benachbarten KNX-Binäreingängen führen kann. Verwenden Sie geschirmte Kabel für die DND/MUR-LED-Versorgung, wenn die Leitung länger als 1 m parallel zu Signalleitungen (Kartenschalter, DND-Taste) verläuft. Schirmen Sie das Kabel nur an einem Ende (am Verteiler, nicht an der LED) auf. MDT empfiehlt eine EMV-Abschirmung in der Nähe des SCN-RT55, um eine Einkopplung des Schaltrauschens des LED-Treibers in die Binäreingänge über gemeinsame Leitungen zu verhindern.
Verdrahtungsplan für Raumpanel
Ein strukturierter Verdrahtungsplan für das Raumpanel verhindert Installationsfehler und vereinfacht die Fehlersuche bei der Inbetriebnahme. Dokumentieren Sie vor Baubeginn jedes Kabel, jede Klemme und jede Gruppenadresse pro Raum.
| Anschluss | Kabeltyp | Von | Nach |
|---|---|---|---|
| KNX-Bus | YCYM 2×0,8mm² | Etagenverteiler (KNX-Linienkoppler) | MDT SCN-RT55P Busklemmen |
| Kartenschalter | 2×0,5mm² Signal | Kartenhalter Wandmontage (Raum) | SCN-RT55P Eingang 1 (oder Binäreingang IN1) |
| Bitte-nicht-stören-Taste | 2×0,5mm² Signal | DND-Drucktaster (Raum) | SCN-RT55P Eingang 2 |
| MUR-Taster | 2×0,5mm² Signal | MUR-Drucktaster (Raum) | SCN-RT55P Eingang 3 |
| DND-LED-Versorgung | 2×1,0mm² | 12VDC-SMPS-Ausgang | SCN-RT55P Relais 1 NO (zu LED+) |
| DND LED Rückleitung | 2×1,0mm² | DND LED − | 12VDC SMPS GND |
| MUR LED Versorgung | 2×1,0mm² | 12VDC-SMPS-Ausgang | SCN-RT55P Relais 2 NO (zu LED+) |
| MUR LED Rückleitung | 2×1,0mm² | MUR LED − | 12VDC SMPS GND |
| Türöffner-Übersteuerung | 2×1,0mm² | SCN-RT55P Relais 3 NO | Eingang zur Übersteuerung des Türschlosscontrollers |
Strategie für die Inbetriebnahme mehrerer Etagen
Hotels mit 50–200 Zimmern erfordern einen systematischen KNX-Topologieplan, der Geräte Linien, Linien Etagen und Etagen dem Backbone zuweist. Ohne diese Struktur führen das 64-Geräte-pro-Linie-Limit und die 640-mA-Stromversorgungsbeschränkung zu Problemen in der Inbetriebnahmephase, die teuer zu beheben sind.
KNX-Topologie für ein 200-Zimmer-Hotel
200 rooms ÷ 10 rooms per line = 20 KNX lines (one PS640 each)
KNX topology:
Backbone line (Area 0):
KNX IP router (Weinzierl 770 or MDT KNX IP Gateway)
Central control PC / middleware server
Area 1 (floors 1–5):
Line coupler (ABB LK/S 4.2) at each floor DB
Line 1.1: Floor 1 rooms 101–110
Line 1.2: Floor 1 rooms 111–120
Line 1.3: Floor 2 rooms 201–210
... etc.
Per-line device count (10 rooms, typical):
10× MDT SCN-RT55P (room controller) = 10 devices
10× KNX binary input 4-channel (card,DND,MUR,PIR) = 10 devices
10× KNX switch actuator 4-channel (DND LED, MUR, lock, spare) = 10 devices
10× KNX dimmer actuator = 10 devices
1× Line coupler (LK/S at floor DB) = 1 device
Total: 41 devices per line (well within 64-device limit)
Power supply per line:
PS640 (640mA): 41 devices × ~12mA average = ~492mA used
Margin: 148mA available for expansion
Group address count:
200 rooms × 12 GAs per room = 2,400 GAs
(ETS6 limit: 65,536 GAs — no concern)
Individual address scheme:
Area.Line.Device = Floor.RoomLine.DeviceInRoom
Room 101, controller: 1.1.1
Room 101, binary input: 1.1.2
Room 102, controller: 1.1.3
Room 201 (floor 2, line 1): 1.3.1Platzierung von Linienkopplern
- ABB LK/S 4.2 oder MDT SCN-LC0400.01
- Montiert in der Etagenverteilung (EV)
- Ein Linienkoppler pro Etagensegment
- Filtert Gruppen-Telegramme – leitet nur die in ETS6 definierten Gruppenadressen weiter
- Trennt das Etagensegment während der Inbetriebnahme
- Ermöglicht das Herunterladen auf einer Etage ohne Beeinträchtigung anderer
Inbetriebnahmephasen
Nehmen Sie eine komplette Etage in Betrieb, bevor Sie zur nächsten übergehen. Überprüfen Sie jeden Raum jeder Etage mit einem KNX-Busmonitor (ETS6 Group Monitor oder ein spezielles Werkzeug). Testen Sie pro Raum: Kartenkontakt, DND/MUR-LEDs, HVAC-Gateway und PMS-Integration. Notieren Sie pro Raum Bestanden/Nicht bestanden im Inbetriebnahmeprotokoll. Erst wenn die Etage vollständig verifiziert ist, fahren Sie mit der nächsten Etage fort. Dies verhindert, dass systematische Fehler auf alle Etagen übergreifen.
Kabelverlegung und EMV-Richtlinien
Hotelzimmer verfügen über mehrere elektrische Systeme in unmittelbarer Nähe: KNX-Bus, Signalkabel, LED-Treiberversorgungen, HVAC-Steuerkabel und Wiegand-Zutrittskontrollkabel. Korrekte Kabelverlegung verhindert elektromagnetische Störungen (EMV), die Fehlauslösungen an KNX-Binäreingängen verursachen können.
EMV-Kabeltrennungsregeln
- KNX-Bus (YCYM 2×0,8mm²): Mindestabstand 100mm zu 230V-Stromkabeln
- KNX-Bus: Mindestabstand 50mm zu LED-Treiberversorgungskabeln
- Kartenschalter-Signalkabel: Mindestabstand 50mm zu LED-Treiberkabeln
- Wiegand-Zutrittskontrollkabel: Mindestabstand 50mm zum KNX-Bus
- Verwenden Sie durchgehend getrennte Leitungen für KNX-Bus und Stromkabel
- Bei paralleler Verlegung über 1m: geschirmtes Kabel für Signalkreise verwenden
- Schirm nur an einem Ende geerdet (Verteilerende)
- OSDP RS485: geschirmtes Kabel zwingend; Schirm am Controller-Ende
- Vermeiden Sie die gemeinsame Verlegung von KNX-Bus und OSDP-Kabel in derselben Leitung
- Alle Kabel während der Installation an beiden Enden beschriften (nicht nachträglich)
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