Larnitech CAN-Bus: Segmente und Topologie richtig planen
Larnitech-DIN-Module kommunizieren über ein CAN-Datenpaar, nicht über eine Ader je Funktion. Vor der Verkabelung braucht der Schaltschrankbauer einen Plan für den Bus-Strang, die Terminierung und die Modulgruppierung. Diese Seite beschreibt die Planungsprinzipien für Larnitech-CAN-Segmente – offen und ohne erfundene Leistungswerte, die eigentlich ins Datenblatt gehören.
So planen Sie ein Larnitech-CAN-Segment
Strang als eine Linie planen
Der CAN-Bus läuft linear, nicht als Stern oder Ring. Das Main Gateway stellt zwei CAN-Anschlüsse bereit – je einen an jedem physischen Ende des Strangs. Genau dort gehört die Terminierung hin.
Module nach Zonen gruppieren
Relais-, Dimmer- und Eingangsmodule nach Etage oder Funktion bündeln, damit jeder Abzweig vom Strang kurz bleibt und der Schaltplan übersichtlich.
Lange unterminierte Stichleitungen vermeiden
Lange Stichleitungen vom Strang erhöhen das Risiko von Signalreflexionen. Abzweige zu nahegelegenen Modulen kurz halten – gängige Praxis bei CAN-Verkabelung.
Daten von Leistung trennen, dann Datenblatt prüfen
Das CAN-Adernpaar getrennt von 230V-Leitungen führen. DIN-Module beziehen ihre Betriebsspannung aus der Versorgungsschiene des Schaltschranks – die genauen Stromwerte je Modul vor der Schienenauslegung im Larnitech-Datenblatt nachschlagen.
Was disziplinierte Segmentplanung bringt
Terminierungspunkte pro Segment
Ein Larnitech-CAN-Strang wird nur an seinen zwei physischen Enden terminiert, über die zwei CAN-Anschlüsse des Main Gateway – gängige CAN-Bus-Praxis, keine Larnitech-Besonderheit.
Linear statt Stern oder Ring
Der Strang verläuft von Punkt zu Punkt; Module hängen sich entlang der Linie an, nicht sternförmig an einem Verteiler.
Klare Terminierung
Nur die zwei physischen Enden des Busses werden terminiert – zu viele oder fehlende Terminierungen verursachen Störungen.
Kurze, gezielte Stichleitungen
Sitzt ein Modul abseits des Hauptstrangs, bleibt die Stichleitung kurz statt über Umwege lang geführt.
Gruppierung nach Zonen
Module nach Etage oder Funktion gruppiert halten Schaltpläne und spätere Fehlersuche einfach.
Leistung aus Datenblatt, nicht geschätzt
Wir veröffentlichen keine erfundenen Strom- oder Knotenzahlen. Für Ihre Stückliste holen wir die Werte aus den Larnitech-Modul-Datenblättern.
Was unsere Unterstützung beim Schaltschrankbau umfasst
Technischer Input vor der Verdrahtung, nicht danach.
- Prüfung von CAN-Strang und Terminierung
- Modulgruppierung nach Zone oder Funktion
- Kontrolle von Stichleitungslänge und Kabelführung
- Datenblattabgleich zur Modulleistung
- Schaltschrankbau nach IEC 61439
Häufige Fragen
Ist der Larnitech-CAN-Bus dasselbe wie KNX?
Nein. Larnitech nutzt ein eigenes, herstellerspezifisches CAN-Bus-Protokoll, konfiguriert über die eigene App. KNX ist der offene Standard ISO/IEC 14543-3, projektiert mit ETS. Larnitech-Module sind nicht mit KNX-Geräten wechselseitig zertifiziert.
Wie viele Knoten oder welche Buslänge sind maximal möglich?
Dazu nennen wir keine Zahl, da wir keine bestätigte Angabe in der öffentlichen Larnitech-Dokumentation gefunden haben. Prüfen Sie das aktuelle Datenblatt Ihres Main Gateway und Ihrer Module oder fragen Sie direkt bei Larnitech nach.
Braucht jedes Modul einen eigenen Abschlusswiderstand?
Nein. Ein linearer CAN-Strang wird nur an seinen zwei physischen Enden terminiert – bei Larnitech sind das die zwei CAN-Anschlüsse des Main Gateway.
Dürfen Module über eine lange Stichleitung vom Strang angebunden werden?
Besser vermeiden. Lange unterminierte Stichleitungen bergen bei jedem CAN-Bus das Risiko von Signalreflexionen. Abzweige kurz halten und nahegelegene Module lieber gruppieren.
Woher beziehen DIN-Module ihre Betriebsspannung?
Aus der Versorgungsschiene des Schaltschranks, getrennt vom CAN-Datenpaar. Den genauen Stromverbrauch je Modul erfinden wir nicht – prüfen Sie ihn im Datenblatt, bevor Sie die Leistungsbilanz abschließen.
Planen Sie einen Larnitech-CAN-Schaltschrank?
Schicken Sie uns Ihre Modulliste und den Grundriss. Wir prüfen Strangführung, Terminierung und Zonengruppierung, bevor der Schaltschrank in die Montage geht.